Feintool-Gruppe nach erstem Quartal auf Kurs

Lyss, SWITZERLAND


Die Feintool-Gruppe hat sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2000/01 den Erwartungen entsprechend entwickelt. Aufgrund des Geschäftsgangs nach drei Monaten und des aktuellen Auftragsbestands geht das Gruppenmanagement trotz Abschwächung der Konjunktur in den USA davon aus, dass die Zielsetzungen für das laufende Jahr erreicht werden. Die Feintool-Gruppe hat ein Umsatzwachstum von 15 bis 20 Prozent auf CHF 490 bis 510 Mio. geplant und erwartet ein Betriebsergebnis von 38 bis 42 Mio. sowie einen Reingewinn von 26 bis 28 Mio. Franken. Aufgrund der für die erste Hälfte 2001 prognostizierten Wachstumsverlangsamung des amerikanischen Marktes werden die Zahlen eher im unteren Bereich dieser Bandbreite erwartet.

Nach den zielgerichteten Akquisitionen im letzten Jahr kann sich die global sowohl als Anlagenbauer wie auch als Teile- und Komponentenproduzent tätige Feintool-Gruppe auf vier sich ideal ergänzende strategische Geschäftsfelder abstützen. Im traditionellen Kernbereich Feinschneiden-/Umformen ist Feintool im Anlagengeschäft mit einer neuen Pressengeneration, im Werkzeugbau sowie in den Technologie-Dienstleistungen auf Budgetkurs. Im Teilegeschäft sind die europäischen Werke sehr gut ausgelastet und haben dadurch den schwächeren Geschäftsgang in den USA ausgleichen können. Die weitere Geschäftsentwicklung in den US-Werken ist wegen der Abschwächung in der Automobilindustrie und dem Regierungswechsel noch nicht klar abzuschätzen. Das Engagement eines europäischen Schlüsselkunden in USA wird jedoch mittelfristig positive Auswirkungen auf das neue Werk in Tennessee haben. Im Geschäftsfeld Kunststoff/Metallkomponenten ist Mühlemann in Biberist und in Tennessee auf Kurs. Das Geschäftsfeld Automation mit der BalTec-Gruppe und der IMA Automation wurde am 1.1.2001 mit der Übernahme der Afag-Gruppe erweitert. Damit ist Feintool zu einem führenden Anbieter in der Montageautomation geworden. Hier wird eine marktgerechte Ausrichtung der Produktions- und Vertriebsstrukturen dazu beitragen, das umfassende Leistungs- und Synergiepotential sowohl im System- als auch im Montagekomponentengeschäft auszuschöpfen.