Feintool-Gruppe neu ausgerichtet im Aufwind


Verwaltungsrat und Gruppenleitung setzen ihre Priorität auf die Steigerung der Wertschöpfung und des Cash flow. Das Technologie- und Anlagengeschäft wird konsolidiert und die Marktführerschaft gestärkt. Das Komponentengeschäft ist auf internes Wachstum ausgerichtet. Die Division Automation bleibt bei Feintool und gehört, optimiert und mit vereinfachten Strukturen, zum Kerngeschäft der Gruppe. In den USA wurden alle Niederlassungen führungsmässig zu einer Division Amerika zusammengefasst.
 
Die 2005 auslaufende Wandelanleihe soll durch eine neue abgelöst werden. Dazu wird eine ausserordentliche Generalversammlung am 16. März 2004 über eine Erhöhung des bedingten Kapitals befinden. Im laufenden Geschäftsjahr wird die Finanzberichterstattung von FER auf IFRS umgestellt. Erstmals wird der Halbjahresbericht, mit entsprechenden Vorjahreszahlen, nach den neuen Richtlinien herausgegeben.
 
Umsatzziel im ersten Quartal erreicht, Auftragseingang gesteigert
Im Technologie- und Anlagengeschäft konnte die Division Fineblanking Technology noch nicht an die von früher gewohnten Pressenstückzahlen anknüpfen. Die Division Automation dagegen konnte sowohl von der stabilen Situation in der Automobilindustrie als auch von einem Aufschwung in der Telekommunikationsindustrie, wo insbesondere die Handyproduktion anzog, profitieren. Dieser Trend hat sich auch im Monat Januar bestätigt.
 
Das Komponentengeschäft, wo global tätige Kunden beliefert werden, entwickelt sich weiterhin erfreulich. In der Division System Parts konnten die Produktionswerke in Europa, USA und Japan ihren Umsatz erneut steigern. Dies trifft auch auf die Division Plastic/Metal Components zu mit Werken in der Schweiz und in den USA.
 
Stärkung des Technologie- und Anlagengeschäfts, Wachstum im Komponentengeschäft
Feintool will die Technologieführerschaft im traditionellen Kerngeschäft Feinschneiden/Umformen sowie im Bereich Automation weiter ausbauen. Dazu werden die Kernkompetenzen in den Divisionen Fineblanking Technology und Automation gestärkt und die operativen Strukturen vereinfacht. Im Komponentengeschäft wird internes Wachstum angestrebt, dies sowohl in den Divisionen System Parts und Plastic/Metal Components als auch in den Regionen Europa, Amerika und Asien.
 
Der Verwaltungsrat hat entschieden, dass die Division Automation bei Feintool bleibt und zum Kerngeschäft der Gruppe gehört. Struktur, Organisation und Markenportfolio werden vereinfacht und optimiert. Die - neben dem Geschäftsbereich Systeme - bisher unter dem Namen United Components gemeinsam operierenden Gesellschaften im Bereich Montagekomponenten werden in zwei Geschäftsbereiche gegliedert. Sie treten unter den bekannten Marken Afag (Montagehandling- und Zuführtechnik) sowie Baltec (Nietsysteme) am Markt auf.
 
Wie bereits angekündigt, sind die US-Aktivitäten auf den 1. März 2004 in der Division Feintool Amerika unter der Leitung von Ralph Hardt zusammen gefasst worden. Alle Niederlassungen in White Plains, Cincinnati, Tennessee, Canonsburg und Sommerset werden direkt seiner Leitung unterstellt.
 
Laufende Wandelanleihe soll durch neue refinanziert werden
Die bis Februar 2005 laufende Wandelanleihe der Feintool International Holding von CHF 62,5 Mio., wovon bereits Obligationen im Wert von über CHF 10 Mio. zurückgekauft wurden, soll durch die Ausgabe einer neuen Wandelanleihe ersetzt werden. Über die entsprechende Erhöhung des bedingten Kapitals wird an einer ausserordentlichen Generalversammlung der Aktionäre vom 16. März 2004 befunden werden. Die Emission der Wandelanleihe wurde von einem Bankenkonsortium fest übernommen.
 
Finanzberichterstattung wird im laufenden Geschäftsjahr auf IFRS umgestellt
Bedingt durch die laufenden Umstellungsarbeiten ist es zum heutigen Zeitpunkt noch nicht möglich, eine definitive Jahresrechnung per 30.9.2003 nach IFRS zu präsentieren.
 
Neben der Anwendung der neuen IFRS-Bilanzierungs- und Bewertungsregeln hat die Feintool-Gruppe die internen Bilanzierungs- und Bewertungsregeln gleichzeitig einer Analyse unterzogen und neu definiert. Dies betrifft insbesondere Positionen des immateriellen Anlagevermögens wie aktivierte F&E-Kosten, Software- und IT-Projektkosten, Positionen des Sachanlagevermögens sowie der Warenvorräte.
 
Mit Wirkung per 28. September 2001 hatte die Feintool-Gruppe im Rahmen einer Sale- und Lease-back-Transaktion einen wesentlichen Teil ihrer Immobilien an die HL Holding AG, ein Joint-Venture zwischen der Feintool International Holding AG und der Hannover HL Leasing GmbH & Co. KG, München, veräussert. Die langfristige Finanzierung des Joint-Ventures hatte ein Bankenkonsortium unter der Federführung der Deutsche Bank AG, Filiale Jena, übernommen. Unter den heute gültigen FER-Bestimmungen konnte die Feintool International Holding ihren Anteil an der HL Holding AG "at equity" bewerten. Die aktuellen IFRS-Bestimmungen qualifizieren diese Transaktion nicht als Verkauf, weil die wesentlichen Risiken und Chancen bei Feintool verbleiben. Als Konsequenz muss die HL Holding AG voll konsolidiert werden.
 
Durch die Gesamtheit aller Veränderungen wird sich die Bilanzsumme der Feintool-Gruppe per 30.9.03 um rund CHF 85 Mio. erhöhen und das Eigenkapital um rund CHF 17 Mio. vermindern. Die Nettoverschuldung erhöht sich hauptsächlich durch die Konsolidierung der HL Holding AG um rund CHF 75 Millionen. Der negative Einfluss auf die Erfolgsrechnung der Periode 2002/2003 ist mit rund CHF 1 Mio. minimal.
 
Erstmals wird der Halbjahresbericht im Mai 2004, mit entsprechenden Vorjahreszahlen, nach den neuen Richtlinien herausgegeben.
 
Feintool ist führender Technologie- und Systemanbieter für Feischneiden/Umformen und Verbinden/Automatisieren sowie global tätiger Zulieferer von Metall- und Kunststoffkomponenten.
In eigenen Betrieben und Niederlassungen in der Schweiz (Hauptsitz in Lyss), Deutschland, Frankreich, Italien, England, den USA, Japan und China sorgen rund 1700 Mitarbeitende (davon 900 in der Schweiz) für zufriedene Kunden.
 
Für weitere Informationen stehen Ihnen zur Verfügung:
Reto Hartmann, CEO und Reto Welte, CFO
Telefon +41 (0)32  387 51 11, Telefax +41 (0)32  387 57 81
 
 
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