Basel, 31. Januar 2007 - Basilea Pharmaceutica AG (SWX:BSLN) präsentiert den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2006. Das Ergebnis reflektiert die erfolgreichen Investitionen in ihre drei Phase-III-Produktkandidaten. Flüssige Mittel und kurzfristige Finanzanlagen betrugen zum 31. Dezember 2006 insgesamt CHF 176.6 Mio.
Der Jahresabschluss 2006, der heute von Basilea Pharmaceutica AG vorgelegt wurde, gibt den bemerkenswerten Fortschritt des Entwicklungsportfolios wieder. Basilea hat 2006 wiederum wichtige Meilensteine in den Entwicklungsprogrammen erreicht: Positive Phase-III Studienergebnisse für Ceftobiprol; den Abschluss der Patientenrekrutierung in die Phase-III-Studie von Alitretinoin und der Start des Phase-III-Programms für das Antimykotikum Isavuconazol konnten bekannt gegeben werden. Darüber hinaus hat Basilea mit der Ausübung der Option zur gemeinsamen Vermarktung von Ceftobiprol mit dem Aufbau einer vollständig in die Firma integrierten Verkaufs- und Marketing-Organisation für den Krankenhaus- und Facharztmarkt begonnen.
Zusammenfassung der Ergebnisse
Die flüssigen Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen betrugen zum 31. Dezember 2006 insgesamt CHF 176.6 Mio., im Vergleich zu CHF 229.6 Mio. zum Jahresende 2005. Die Veränderung des Kapitalflusses aus operativer Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr ist im wesentlichen auf nicht wiederkehrende Zahlungen in Höhe von CHF 102.9 Mio. zurückzuführen, die Basilea im Jahr 2005 im Zusammenhang mit der Lizenzvereinbarung für Ceftobiprol erhielt. Die Umsatzerlöse betrugen CHF 7.4 Mio. im Geschäftsjahr 2006, im Vergleich zu CHF 30.5 Mio. in 2005, da die Gesellschaft in 2005 nicht wiederkehrende Umsätze mit Johnson & Johnson in Höhe von CHF 24.9 im Zusammenhang mit der Lizenzvereinbarung für Ceftobiprol realisierte.
Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand betrug im Geschäftsjahr 2006 CHF 82.8 Mio. im Vergleich zu CHF 72.4 Mio. in 2005. Dieser Aufwand bezieht sich vorwiegend auf die Investitionen in klinische Phase-III-Studien von Alitretinoin sowie auf die Vorbereitung und Initiierung der Phase-III-Studien des Antimykotikums Isavuconazol. Der Betriebsverlust betrug im Geschäftsjahr 2006 CHF 87.9 Mio. im Vergleich zu CHF 50.8 Mio. im Jahr 2005, wobei der Konzernjahresverlust sich in 2006 auf CHF 85.1 Mio. erhöhte (2005: CHF 49.6 Mio.). In beiden Fällen geht die Erhöhung auf nicht wiederkehrende Umsätze im Rahmen der Zusammenarbeit mit Johnson & Johnson im Jahr 2005 zurück. Der nicht verwässerte und verwässerte Verlust je Aktie belief sich in 2006 auf CHF 11.11 im Vergleich zu
CHF 6.71 in 2005.
Wesentliche Kennzahlen
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(in Mio. CHF) |
2006 |
2005 |
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Umsatzerlöse |
7.4 |
30.5 |
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Aufwendungen |
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Forschung und Entwicklung |
(82.8) |
(72.4) |
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Verwaltung und allgemeiner Aufwand |
(12.5) |
(8.9) |
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Betriebsverlust |
(87.9) |
(50.8) |
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Konzernjahresverlust |
(85.1) |
(49.6) |
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Kapitalfluss aus operativer Geschäftstätigkeit |
(72.5) |
34.4 |
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Verlust je Aktie, nicht verwässert und verwässert, in CHF |
(11.11) |
(6.71) |
Bemerkung: Konsolidierte Zahlen gemäss US GAAP
Die Konzernjahresrechnung der Basilea Pharmaceutica AG für das Geschäftsjahr 2006 ist auf der Internetseite der Gesellschaft einsehbar unter
http://www.basilea.com.
Ron Scott, Leiter Finanzen (CFO), kommentierte: "Unsere Aufwendungen und unser Ergebnis reflektieren unsere Investitionen in die Phase III der klinischen Entwicklung von Alitretinoin und die Vorbereitung und den Start der Phase III der klinischen Tests von Isavuconazol. Der Betriebsverlust erhöhte sich erwartungsgemäss im Geschäftsjahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der nicht wiederkehrenden Umsatzerlöse, die in 2005 im Zusammenhang mit der Lizenzvereinbarung mit Johnson & Johnson für Ceftobiprol erzielt wurden. Mit unseren Finanzmitteln verfügen wir über eine solide Basis, um unsere Produktkandidaten zur Marktreife zu entwickeln."
"Wir verfügen nun über drei Produkte in der fortgeschrittenen klinischen Entwicklung. Das Jahr 2006 war durch beachtliche und substantielle Erfolge charakterisiert, die durch eine klare Fokussierung auf die Steigerung des Unternehmenswertes erreicht werden konnten. Wir erwarten in diesem Jahr weitere Resultate aus den klinischen Phase-III-Studien von Ceftobiprol und Alitretinoin. Unter der Vorraussetzung, dass wir die klinischen und regulatorischen Meilensteine erreichen, rechnen wir damit, an der Vermarktung von Ceftobiprol und Alitretinoin nächstes Jahr teilzunehmen", sagte Dr. Anthony Man, Geschäftsführer von Basilea.
Die herausragenden Ereignisse der letzten zwölf Monate waren:
Ceftobiprol (BAL5788) - Ein anti-MRSA Breitspektrum-Antibiotikum
- Erste Phase-III-Resultate der Registrierungsstudie für die Behandlung von schweren Infektionen der Haut und Weichteile zeigten hohe klinische Heilungsraten und eine gute Verträglichkeit.
- Start einer weiteren Phase-III-Studie für ambulant erworbene, im Krankenhaus behandelte Lungenentzündung, um eine möglichst breite Verschreibung des Medikaments zu erreichen.
- Detaillierte Daten aus Registrierungsstudien, vorgestellt an der "Interscience Conference on Antimicrobial Agents and Chemotherapy" (ICAAC) und der "Infectious Diseases Society of America" (IDSA), bestätigten die wirksame anti-MRSA Aktivität von Ceftobiprol sowie die erweiterte Breitspektrum-Aktivität auch gegen gramnegative Erreger.
- Ausübung der Option auf gemeinsame Vermarktung von Ceftobiprol mit Cilag GmbH International, einer Johnson & Johnson Gesellschaft, in Nordamerika und in den wichtigsten europäischen Ländern, um in diesen Märkten an der vorgesehenen Markteinführung und Vermarktung von Ceftobiprol teilzunehmen.
- Und in 2007, Phase-III-Ergebnisse der zweiten Zulassungsstudie zur Behandlung schwerwiegender Hautinfektionen zeigten hohe Heilungsraten und ein gutes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil; die Hautinfektionen umfassen auch Fussinfektionen bei Diabetikern, einschliesslich gramnegative Infektionen.
Isavuconazol (BAL8557) - Ein Breitspektrum-Antimykotikum
- Erhalt des "fast track"-Status von der amerikanischen Zulassungsbehörde (FDA), aufgrund seiner möglichen Vorteile bei der Behandlung von schwerwiegenden invasiven Infektionen, einschliesslich bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen.
- Präsentationen von präklinischen und klinischen Daten am "International Society for Human and Animal Mycology" (ISHAM) Kongress unterstrichen das günstige Medikamentenprofil hinsichtlich Verträglichkeit und Arzneimittelinteraktionen und bestätigten das breite Wirkspektrum des Antimykotikums.
- Die Eröffnung des Phase-III-Programms mit zwei internationalen Phase-III-Studien zur Primärbehandlung von invasiven systemischen Hefe- und Schimmelpilzinfektionen.
Alitretinoin (BAL4079) - Ein Produktkandidat zur Behandlung chronischer Handdermatitis
- Mehr als 1,000 Patienten wurden in die grösste und erste, randomisierte plazebo-kontrollierte Phase-III-Studie eingeschlossen, die jemals an Patienten mit schwerer chronischer Handdermatitis durchgeführt wurde.
Produkte in der Phase III der klinischen Entwicklung
Ceftobiprol ist ein anti-MRSA Breitspektrum-Cephalosporin mit positiven Phase-III-Studienergebnissen für die Behandlung von schweren Infektionen der Haut. Ceftobiprol zeigte in vitro ein breites Wirkungsspektrum und ein geringes Potential Resistenzen zu erzeugen. Dieses Aktivitätsspektrum schliesst resistente Bakterien wie Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) ein, die viele im Krankenhaus und ambulant erworbene Infektionen verursachen. Positive Vorabresultate einer zweiten Phase-III-Studie für Hautinfektionen wurden Anfang 2007 bekanntgegeben. Ceftobiprol erhielt von der amerikanischen Zulassungsbehörde (FDA) "fast track"-Status; ein erster Zulasssungsantrag ist für 2007 vorgesehen. Die Entwicklung von Ceftobiprol erfolgt durch eine exklusive, weltweite Zusammenarbeit zwischen Basilea Pharmaceutica AG und Cilag GmbH International, einer Johnson & Johnson Gesellschaft. Ortho-McNeil, Inc., eine weitere Johnson & Johnson Gesellschaft wird Ceftobiprol in den USA, ihre Tochtergesellschaft, Janssen-Cilag, in Europa, Japan und China vermarkten.
Alitretinoin wird von Basilea als ein neuartiges Produkt für Patienten entwickelt, die unter schwerer chronischer Handdermatitis leiden und nicht auf topische Steroide ansprechen. In den Industrieländer sind etwa eine Million Patienten durch diese Krankheit beeinträchtigt. Oftmals leiden die schwer betroffen Patienten über mehrere Jahre, ohne dass ihnen eine wirksame Behandlung zur Verfügung steht. Das Fehlen zugelassener Therapien für refraktäre chronische Handdermatitis trägt zu den hohen sozio-ökonomischen Kosten und zur starken Belastung der Patienten bei. Auf Basis positiver Phase-II-Resultate war ein Phase-III-Studienprogramm konzipiert worden, das den Anforderungen internationaler Gesundheitsbehörden entspricht. Erste Studienergebnisse für die europäischen und kanadischen Phase-III-Studien werden im ersten Quartal 2007 erwartet, mit möglichem Zulassungsantrag im selben Jahr in diesen Märkten. Im Anschluss an die Bewertung der Phase-III-Ergebnisse ist ein klinisches Programm in den USA vorgesehen.
Isavuconazol verfügt über eine wirksame Breitspektrum-Aktivität gegenüber Hefe- und Schimmelpilzen. Dieses neue Triazol ist als wasserlösliches Pro-Pharmakon entwickelt worden, um eine einfache und sichere intravenöse Applikation zu ermöglichen und auch Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion zur Verfügung zu stehen. Als bequeme einmal-tägliche oder einmal-wöchentliche Kapsel eingenommen, stellt das Pro-Pharmakon zusätzlich eine schnelle und fast vollständige Absorption und Verteilung im infizierten Gewebe sicher. Basilea hat die Phase-II-Studie erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigten sowohl hohe klinische Heilungsraten, als auch ein mit dem Goldstandard vergleichbares Verträglichkeits- und Nebenwirkungsprofil, allerdings bei einer möglichen höheren Dosierungsflexibilität. Klinische Studien, die die Medikamentenwechselwirkung untersuchten, zeigten für Isavuconazol attraktive pharmakokinetische Eigenschaften und das Potential für weniger Arzneimittelinteraktionen, als eine Reihe von gegenwärtig verschriebenen Antimykotika. Das weltweite Phase-III-Programm, das Studien zur Primärbehandlung von invasiven Hefe- und Schimmelpilzinfektionen einschliesst, wurde Ende letzten Jahres begonnen.
Über Basilea
Basilea Pharmaceutica AG ist ein unabhängiges biopharmazeutisches Unternehmen mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, und an der Schweizer Börse SWX (Swiss Exchange) kotiert (SWX:
BSLN). Die vollständig integrierte Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Firma konzentriert sich zurzeit auf Arzneimittel zur Behandlung resistenter, bakterieller Infektionen und Pilzerkrankungen sowie auf dermatologische Medikamente. Basileas Produkte haben das Ziel, anspruchsvolle medizinische Anforderungen und Patientenbedürfnisse im Krankenhaus- und Facharztumfeld zu befriedigen. Die Firma verfügt über ein diversifiziertes Produktportfolio, welches drei Produktkandidaten für schwerwiegende, medizinische Indikationen in der klinischen Phase III beinhaltet. Die gemeinsame Vermarktung von Ceftobiprol in Nordamerika und den wichtigsten europäischen Märkten in einem ersten Schritt stellt für Basilea den Beginn des Aufbaus einer vollständig in die Firma integrierten Verkaufs- und Marketing-Organisation sowie eines tragfähigen Krankenhaus- und Facharzt-Geschäftsbereiches dar.
Telefonkonferenz
Basilea Pharmaceutica AG lädt am Mittwoch, 31. Januar, 2007, 16:00 Uhr (CET), zu einer Telefonkonferenz ein.
Die Einwahlnummern sind wie folgt:
+41(0) 91 610 5600 (Europe and ROW)
+1 (1) 866 291 4166 (USA)
+44 (0) 207 107 0611 (UK)
Eine Stunde nach der Telefonkonferenz wird das Playback für 48 Stunden zur Verfügung stehen. Teilnehmer, die ein Digital Playback wünschen, wählen:
+41(0) 91 612 4330 (Europe)
+1 (1) 866 416 2558 (USA)
+44 (0) 207 108 6233 (UK)
und werden gebeten, die ID 680 gefolgt von dem # Zeichen, einzugeben.
Hinweis an die Aktionäre
Die Aktionäre der Basilea Pharmaceutica AG werden darauf hingewiesen, dass die Ordentliche Generalversammlung am Mittwoch, 7. März 2007 um 14.00 Uhr im Hotel Hilton in Basel, Schweiz, stattfinden wird. Die Einladung wird im Schweizerischen Handelsamtblatt (SHAB) veröffentlicht. Teilnahme- und stimmberechtigt sind Aktionäre, die am 23. Februar 2007 mit Stimmrecht im Aktienbuch eingetragen sind.
Ausschlussklausel
Diese Mitteilung enthält explizit oder implizit gewisse zukunftsgerichtete Aussagen betreffend Basilea Pharmaceutica AG und ihrer Geschäftsaktivitäten. Solche Aussagen beinhalten bekannte und unbekannte Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die zur Folge haben können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die finanzielle Lage, die Leistungen oder Errungenschaften der Basilea Pharmaceutica AG wesentlich von denjenigen Angaben abweichen können, die aus den zukunftsgerichteten Aussagen hervorgehen. Diese Mitteilung ist mit dem heutigen Datum versehen. Basilea Pharmaceutica AG übernimmt keinerlei Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen im Falle von neuen Informationen, zukünftigen Geschehnissen oder aus sonstigen Gründen zu aktualisieren.
Weitere Informationen
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Allgemeines |
Investoren |
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Dr. Barbara Zink
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