Halbjahreszahlen von Santhera reflektieren weitere Fortschritte in der Entwicklungspipeline


Santhera Pharmaceuticals (SWX: SANN), ein auf neuromuskuläre Erkrankungen fokussiertes Schweizer Spezialitätenpharmaunternehmen, veröffentlicht heute seinen Halbjahresbericht. Die Resultate unterstreichen die Fortschritte des Unternehmens insbesondere in der klinischen Entwicklung. Im ersten Semester beliefen sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf CHF 10.7 Millionen oder 40 % mehr als in der Vorjahresperiode. Der Cash-burn in den ersten sechs Monaten betrug CHF 15.3 Millionen. Per 30. Juni 2007 verfügte Santhera über liquide Mittel von CHF 110.3 Millionen.
 
Zu den Höhepunkten des laufenden Jahres zählen u. a.
- die erste Produktregistrierung: Im August hat die europäische Arzneimittelbehörde (European Medicines Agency - EMEA) den Antrag von Santhera auf Marktzulassung (Marketing Authorization Application - MAA) für SNT-MC17 (INN: idebenone) in Friedreich-Ataxie (FRDA) akzeptiert;
- die weitere Verbeiterung der klinischen Pipeline: Im Juni hat Santhera mit Novartis einen Lizenzvertrag zur Entwicklung von Omigapil (neu SNT-317) in Kongenitaler Muskeldystrophie (CMD) und anderen neuromuskulären Krankheiten abgeschlossen;
- die Erweiterung der Marketingzusammenarbeit: Im August hat Santhera die europäischen Marketingrechte in der zweiten Indikation von SNT-MC17, Duchenne Muskeldystrophie (DMD), an Takeda gewährt.
 
"In den ersten Monaten des laufenden Jahres haben wir in allen Bereichen gute Fortschritte erzielt. Besonders erfreut bin ich über die Annahme unseres ersten Antrags auf Marktzulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde EMEA", erklärt Klaus Schollmeier, Chief Executive Officer von Santhera. "Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung unseres Unternehmens erreicht. Verläuft alles wie geplant, könnte unser erstes Produkt vor Ende 2008 auf den Markt kommen. Ausserdem konnten wir mit Novartis einen Lizenzvertrag für Omigapil abschliessen und damit unsere klinische Pipeline um einen weiteren Wirkstoff ergänzen. Schliesslich haben wir die Marketingzusammenarbeit in Europa mit Takeda auf Duchenne Muskeldystrophie, die zweite Indikation unserer Leitsubstanz SNT-MC17, erweitert. Die finanziellen und operativen Resultate im ersten Halbjahr 2007 entsprechen unseren Erwartungen. Im laufenden Jahr hat Santhera bereits mehrere Meilensteine erreicht. Wir sind weiterhin auf gutem Weg, ein führendes, auf neuromuskuläre Erkrankungen spezialisiertes Pharmaunternehmen zu werden."
 
Solide Bilanz mit Cash-Reserven von CHF 110 Millionen
Per 30. Juni 2007 verfügt Santhera über liquide Mittel von CHF 110.3 Millionen. Die Cash-Reserven widerspiegeln einen Cash-burn von CHF 15.3 Millionen in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres. Das Eigenkapital belief sich per 30. Juni 2007 auf CHF 139.6 Millionen verglichen mit CHF 152.0 Millionen per 31. Dezember 2006.
 
Im ersten Halbjahr 2007 hat Santhera weitere CHF 0.5 Millionen des Darlehens an die tbg Technologiebeteiligungsgesellschaft mbH (tbg) zurückbezahlt und somit ihre Zinsbelastung weiter reduziert. Das ausstehende Darlehen der tbg beträgt damit noch CHF 1.0 Millionen.
 
Kontrollierter Kostenanstieg mit Fokus auf Forschung und Entwicklung
In den ersten sechs Monaten 2007 hat Santhera keine Einnahmen erzielt, im Vergleich zum Vorjahr, als dem Unternehmen Forschungsgelder von CHF 0.8 Millionen aus der Auslizenzierung des DPP-IV-Programms an Biovitrum zugeflossen sind.
 
Die operativen Ausgaben im ersten Semester 2007 beliefen sich auf CHF 20.7 Millionen, was einer Erhöhung von 67 % gegenüber der Vergleichsperiode 2006 (CHF 12.3 Millionen) entspricht. Dieser Anstieg entspricht den Erwartungen und betraf hauptsächlich nicht liquiditätswirksame Ausgaben für aktienbasierte Vergütungen über CHF 5.6 Millionen (CHF 0.7 Millionen in der Vergleichsperiode 2006).
 
Die Ausgaben für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) erhöhten sich auf CHF 10.7 Millionen inklusive CHF 0.4 Millionen nicht liquiditätswirksame Ausgaben für aktienbasierte Vergütungen (CHF 7.6 Millionen inklusive CHF 0.3 Millionen für aktienbasierte Vergütungen in der Vergleichsperiode 2006). Der Anstieg um 40 % ist auf höhere Kosten für klinische und präklinische Studien als direkte Folge der Fortschritte in der Entwicklungspipeline zurückzuführen. Höhere Ausgaben betrafen zudem die technische Entwicklung sowie die Personalkosten.
 
Erstmals separat ausgewiesen wurde ein Marketingaufwand von CHF 0.5 Millionen (CHF 0 in den ersten sechs Monaten 2006). Der allgemeine und Verwaltungsaufwand stieg auf CHF 9.4 Millionen gegenüber CHF 5.0 Millionen in der Vergleichsperiode 2006, was in erster Linie auf nicht liquiditätswirksame Ausgaben für aktienbasierte Vergütungen von CHF 5.1 Millionen (CHF 0.4 Millionen im ersten Semester 2006) zurückzuführen ist. Unter Ausklammerung dieser Position lag der Verwaltungsaufwand im ersten Halbjahr 2007 CHF 0.2 Millionen tiefer als in der Vergleichsperiode 2006.
 
Das operative Ergebnis (EBIT) nach den ersten sechs Monaten 2007 belief sich auf CHF -20.7 Millionen (CHF -11.6 Millionen in der Vergleichsperiode 2006). Das Nettofinanzergebnis hat sich dank Zinserträgen dank grösseren Liquiditätsreserven und nicht realisierten Gewinnen aus Hedging-Aktivitäten auf CHF 1.6 Millionen erhöht. Der Reinverlust für das erste Halbjahr 2007 stieg auf CHF 19.0 Millionen gegenüber CHF 11.7 Millionen in der Vergleichsperiode 2006.
 
Die liquiditätswirksame operative Kennziffer, der Brutto-Cash-flow aus den operativen Tätigkeiten und Investitionen, betrug im ersten Semester 2007 CHF -15.0 Millionen (CHF -12.4 Millionen in der Vergleichsperiode 2006). Der Anstieg um 21 % spiegelt die gestiegenen Ausgaben für F&E. Die Kennziffer basiert auf dem operativen Ergebnis unter Berücksichtigung von nicht liquiditätswirksamen Positionen wie Aufwand für Aktienoptionen, Amortisationen und Abschreibungen, Ausgabe von Optionen sowie Bruttogewinn (Umsatzerlöse abzüglich Umsatzkosten).
 
Ausblick auf das zweite Halbjahr 2007
Seit Beginn des zweiten Semesters 2007 hat Santhera Einkünfte von EUR 5.0 Millionen aus zwei Vereinbarungen mit Takeda erzielt: EUR 2.0 Millionen als erste Lizenzzahlung für die europäischen Marketingrechte an SNT-MC17 in DMD und EUR 3.0 Millionen als Meilensteinzahlung infolge der Annahme des Antrags auf Marktzulassung für SNT-MC17 in FRDA durch die EMEA.
 
In den kommenden Monaten beabsichtigt Santhera, in den USA zwei grosse klinische Studien (Phase-III-Studie mit SNT-MC17 in FRDA resp. Phase-IIb-Studie mit JP-1730 in Dyskinesie bei Parkinsonpatienten, DPD) zu starten. Ausserdem laufen die Vorbereitungen für das neue klinische Programm (SNT-317 in CMD). Entsprechend erwartet Santhera einen weiteren Anstieg des Cash-burns.
 
Überblick über die klinischen Entwicklungsprogramme
1. SNT-MC17 in FRDA: Am 15. August 2007 hat die EMEA den Antrag auf Marktzulassung für SNT-MC17 zur Behandlung von FRDA akzeptiert. Im Hinblick auf die für das zweite Halbjahr 2008 vorgesehene Markteinführung bereiten Santhera und Marketingpartner Takeda, welcher das Produkt in der EU und in der Schweiz vertreiben wird, zurzeit die Produktlancierung vor.
 
Trotz des angenommenen Antrags auf Marktzulassung führt Santhera die laufende Phase-III-Studie in Europa unter einem revidierten Protokoll weiter, um zusätzliche Verträglichkeits- und Wirksamkeitsdaten von höheren Dosierungen in einer grösseren Population von FRDA-Patienten zu erheben.
 
In den USA steht Santhera in fortgeschrittenen Gesprächen mit der Food and Drug Administration (FDA) im Rahmen eines Special Protocol Assessments (SPA) betreffend die geplante Phase-III-Studie. Basierend auf den positiven Ergebnissen der gemeinsam mit den National Institutes of Health durchgeführten klinischen Studie hat Santhera Ende Juni ein neues Studienprotokoll eingereicht. Das Unternehmen erwartet eine baldige Vereinbarung mit der FDA zum Studienprotokoll.
 
2. SNT-MC17 in DMD: Am 1. August 2007 haben Santhera and Takeda ihre bestehende Zusammenarbeit zur Vermarktung von SNT-MC17 in der EU und der Schweiz auf die zweite Indikation des Wirkstoffes ausgeweitet. Für die Rechte hat Santhera eine erste Lizenzzahlung von EUR 2.0 Millionen erhalten. Ausserdem bezahlt Takeda bis zur Markteinführung insgesamt EUR 18.0 Millionen Meilensteinzahlungen. Sobald das Produkt auf dem Markt ist, erhält Santhera von Takeda ausserdem laufende Einkünfte zu den gleichen Konditionen wie gemäss der im Juli 2005 abgeschlossenen Vereinbarung zu SNT-MC17 in FRDA.
 
Die Resultate der laufenden Phase-II-Studie sollen bis Ende dieses Jahres vorliegen.
 
3. SNT-MC17 in Leber hereditärer Optikusneuropathie (LHON): Die Phase-IIa-Studie läuft an zwei Zentren in Grossbritannien und Deutschland. Zur Erleichterung der Rekrutierung hat Santhera kürzlich das Studienprotokoll ergänzt, damit neben Akutpatienten auch Patienten eingeschlossen werden können, welche bereits unter anhaltendem Sehverlust leiden. Das revidierte Studienprotokoll soll die Wirksamkeit von SNT-MC17 zur Behandlung und Prävention des Sehverlusts bei LHON-Patienten aufzeigen. Die Behandlungsdauer wird auf 6 Monate verkürzt; insgesamt sollen 84 Patienten rekrutiert werden. Ursprünglich waren 9 Monate Behandlung mit bis zu 60 Akutpatienten geplant.
 
4. JP-1730 in DPD: Die Vorbereitungen für die Phase-IIb-Studie in den USA sind weit fortgeschritten. Der Start der Patientenrekrutierung für die einmonatige Studie an mehreren Zentren ist für den Herbst geplant. Das unter der bereits offenen IND (Investigational New Drug) eingereichte Protokoll soll die positiven Resultate einer früheren Phase-IIa-Studie in einer grösseren Patientenpopulation bestätigen. Inzwischen hat Juvantia, die Eigentümerin des Wirkstoffes und Kollaborationspartnerin von Santhera, Patentschutz in der EU für die vorgesehene Formulierung von JP-1730 bis 2023 erhalten.
 
5. SNT-317 in CMD: Am 30. Juni 2007 hat Santhera mit Novartis eine Lizenzvereinbarung für die Entwicklung von SNT-317 zur Behandlung von CMD und weiterer neuromuskulärer Krankheiten unterzeichnet. Bis Ende 2008 soll eine Phase-II-Studie gestartet werden. Santhera hat Novartis eine Vorabzahlung von USD 500,000 geleistet. Weitere Zahlungen werden beim Erreichen von Meilensteinen (Beginn einer Zulassungsstudie und Erteilung der Marktzulassung) fällig. Im Gegenzug erhält Santhera Zugang zu allen präklinischen und klinischen Daten, welche Novartis mit Omigapil erhoben hat. Ausserdem erhält Santhera von Novartis deren gesamte Lagerbestände des Wirkstoffes. Novartis behält eine einmalige Rückkaufoption beim Vorliegen der Daten aus der Zulassungsstudie.
 
Finanzielle Kennzahlen (ungeprüft)



Bilanz
30. Juni 2007
31. Dezember 2006
(nach IFRS, konsolidiert, in CHF 1'000)
 
 
 
Liquide Mittel
110'338
125'662
Anlagevermögen
34'495
34'260
Sonstiges Umlaufvermögen
2'856
2'472
Total Aktiven
147'689
162'394
 
 
 
Eigenkapital
139'593
152'048
Langfristige Verbindlichkeiten
1'252
1'758
Kurzfristige Verbindlichkeiten
6'844
8'588
Total Passiven
147'689
162'394
 



Erfolgsrechnung
(nach IFRS, konsolidiert, 1. Januar bis 30.  Juni in CHF 1'000)
2007
2006
 
 
 
Bruttogewinn
0
781
Ausgaben für Forschung und Entwicklung
-10'685
-7'644
Marketingaufwand
-505
0
Allgemeine und Verwaltungsausgaben
-9'432
-4'971
Übriger operativer Aufwand
-40
275
Operatives Resultat (EBIT)
-20'662
-11'559
Finanzergebnis
1'572
-51
Ergebnis vor Steuern
-19'090
-11'610
Einkommenssteuern
54
-97
Nettoverlust
-19'036
-11'707
 



Cash-flow
(nach IFRS, konsolidiert, 1. Januar bis 30.  Juni, in CHF 1'000)
2007
2006
 
 
 
Brutto-Cash-flow operative Tätigkeiten/
Investitionen
-15'005
-12'401
 
 
 
Zunahme liquide Mittel
-15'324
-19
 
 
 
Liquide Mittel per 1. Januar
125'662
31'268
Liquide Mittel per 30. Juni
110'338
31'249
 
 
Vollständiger Halbjahresbericht 2007
Der vollständige Halbjahresbericht 2007 inklusive des konsolidierten Finanzberichts der Santhera Pharmaceuticals Holding AG (in Englisch) ist auf der Internetseite des Unternehmens www.santhera.com zugänglich.
 
* * *
 
Über Santhera
Santhera Pharmaceuticals (SWX: SANN) ist ein auf neuromuskuläre Erkrankungen fokussiertes Schweizer Spezialitätenpharmaunternehmen, das sich auf die Erforschung, die Entwicklung und die Vermarktung von niedermolekularen Medikamenten spezialisiert hat. Die Vision von Santhera ist, ein führendes spezialisiertes Pharmaunternehmen für eine Reihe von seltenen Erkrankungen zu werden. Für viele dieser Indikationen sind derzeit keine Medikamente verfügbar, weshalb ein grosser medizinischer Bedarf besteht.
 
Santhera hat zurzeit fünf klinische Entwicklungsprogramme: SNT-MC17 (INN: idebenone) zur Behandlung von Friedreich-Ataxie (FRDA), Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) und Leber hereditärer Optikusneuropathie (LHON) sowie JP-1730 (INN: fipamezole) zur Behandlung von Dyskinesie bei Parkinsonpatienten (DPD) sowie SNT-317 (INN: omigapil) in Kongenitaler Muskel­dystrophie (CMD). Das am weitesten fortgeschrittene Programm, SNT-MC17 in FRDA, befindet sich zurzeit in der Prüfung zur Marktzulassung in Europa resp. in Phase III der klinischen Entwicklung in den USA; die übrigen Programme sind in der klinischen Phase II. Weitere Informationen zu Santhera finden Sie unter www.santhera.com.
 
Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an:
Klaus Schollmeier, Chief Executive Officer
Telefon +41 (0)61 906 89 52
 
Barbara Heller, Chief Financial Officer
Telefon +41 (0)61 906 89 54
 
Thomas Staffelbach, VP Public & Investor Relations
Telefon +41 (0)61 906 89 47
 
 
Conference Call
At 15.00 CET / 14.00 UKT / 09:00 EST today August 17, 2007, Santhera will host a conference call. People interested in participating may join the teleconference facility using the following dial-in in Switzerland +41 52 267 07 31 (no PIN code needed). Slides are available from the Company's Web site www.santhera.com. The conference call will be recorded for playback and is available one hour after the conference call ends and for 10 days under +41 52 267 07 00 under 534941#.
 
Disclaimer / Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Mitteilung stellt unter keinen Umständen ein Angebot oder eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Santhera Pharmaceuticals Holding AG dar. Weder explizit noch implizit übernimmt Santhera Pharmaceuticals Holding AG die Verantwortung dafür, dass die Informationen und Meinungen in dieser Mitteilung zutreffend, vollständig und aktuell sind. Santhera Pharmaceuticals Holding AG lehnt jegliche Haftung für Verluste oder sonstige Schäden, direkt wie indirekt, ab, welche im Zusammenhang mit den in dieser Mitteilung enthaltenen Informationen entstehen könnten.
 
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Mitteilung Interim Report 2007
GlobeNewswire

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